Vulkanbeobachtung:
Ein guter Beobachtungsposten für den nächtlichen
Feuerzauber ist die Trattoria bei der alten Marinestation Punta Labronzo (ca 30
Gehminuten von Stromboli's Ortsteil San Bartolo entfernt).
Hier beginnt auch der Weg auf den 926 m hohen Stromboli Gipfel. Für den
Aufstieg am späten Nachmittag sollten 3-4 Stunden einkalkuliert werden.
Wolken, Nebel und Wind, der die vulkanischen Gase zu den Aussichtspunkten bläst,
verwandeln die Gipfelregion innerhalb weniger Minuten in eine giftige Dampfküche,
welche die Orientierung erschwert oder gar unmöglich macht.
Stromboli Bestaigung
Die Strombolibesteigung ist ganz sicher eines der großen Erlebnisse bei
einem Besuch der Liparischen Inseln. Die Besteigung kann nur mit Führer
durchgeführt werden. Bergführer werden von dem lokalen Touristenbüro
vermittelt, der Aufstieg wird meist in Gruppen absolviert. Die Besteigung ist
nicht ungefährlich, denn der Weg ist nicht harmlos. Zudem sind die 900m Höhenunterschied
in der italienischen Hitze nicht zu unterschätzen. Mit festem Schuhwerk, etwas
Kondition und Vernunft sollte eine Besteigung jedoch möglich sein. Bei klaren
Tagen und stabilem Wetter ist die Orientierung recht einfach.Alle 20
min bis 1 Std. stößt der Stromboli als grandioses Schauspiel eine Feuerfontäne
in den sternklaren Nachthimmel. Damit gehört er zu den aktivsten und auch gefährlichsten
Vulkanen der Welt.
Eine kleine Wegbeschreibung
Zunächst wandert man über Ficogrande und den nordwestlichen Ortsteil S.
Bartolo durch den langgezogenen Ort. Dann geht's auf einem gepflasterten Weg
leicht und dauernd aufwärts bis auf ca. 250m ¸. M. Von nun an hat man eine
herrliche Sicht auf Stromboli-Dorf und die Küste. Plötzlich wird der Wanderweg
wesentlich schlechter und steiler. Der Weg führt nun zum Teil am Rand der
Lavaabflussrinne vorbei und offenbart eine Sicht hinauf zum rauchenden Krater.
Nach kleineren Kletterpartien erreicht man den schmalen Gipfelgrat, der sich
weniger steil durch eine völlig vegetationslose, sandige Mondlandschaft zieht,
bis man den höchsten Punkt erreicht
Tip Mit der Tour sollte Spätnachmittags begonnen werden, so dass man vom Gipfel
aus den Sonnenuntergang genießen kann (die Aufstiegszeit bei nicht all zu
schnellem Gehen dauert etwa 2.5h). Die vulkanische Tätigkeit tritt anschließend
in der Dunkelheit natürlich am eindrucksvollsten in Erscheinung
Ausrüstung
Für die Vulkanbesteigung muessen Getränke mitgenommen werden. Die Hitze wird oft unterschätzt. Ein ausgesprochen gutes
Schuhwerk ist erforderlich, da der Weg nicht einfach ist. Wird die Tour
spätnachmittags angetreten, darf die Taschenlampe, am besten eine Stirnlampe
nicht vergessen werden. Auf dem Gipfel bläst normalerweise ein starker Wind und
nachts wird es sehr kalt, warme Kleider sollten also auch eingepackt werden.
Ausflüge per Boot: zum Feuersturz (30 min.), nach
Strombolicchio (20 min.); nach Ginostra 1 Stunde eine Umfahrt der Insel sollte
unternommen werden, um die sch”ne Küste voll würdigen zu können
Stromboli
Stromboli ist ein noch aktiver Vulkan, der größte Europas nach dem Ätna. Die Insel
ist ein einziger Lavaberg, der sich bis 2000 Meter unter die Wasseroberfläche
senkt. Optisch wird die Insel vom Krater beherrscht. Nachts kann man bei starker
Tätigkeit die Lava, den glühenden Strom, der von oben langsam nach unten fließt,
von den Booten und von der Insel Panarea aus sehen. Und tagsüber kann man
beobachten, wie sich der aus dem Vulkangipfel steigende Rauch mit dem Dampf
vermischt, der sich aus dem Wasser erhebt und das Lavageröll abkühlt, das ins
Meer eintaucht. Auf Stromboli gibt es noch ruhige Dörfer, die sich nur gemäßigt
dem Tourismus geöffnet haben. Wer gerne ruhig badet und Freude an grandioser,
purer Insel- und Vulkanlandschaft hat, für den ist Stromboli genau das Richtige.
In den 50er Jahren drehte der berühmte
Regisseur Roberto Rosselini ein Drama rund um den Stromboli - mit Ingrid
Bergman als Star. Das ganze mόndete in einen Skandal, weil beide ein Paar wurden, obwohl anderweitig noch
verheiratet. Auf der Insel gibt es natürlich noch "Zeitzeugen", z.B.
das Haus wo die Bergman einst wohnte, das Cafe "Ingrid" kommt auch
nicht von ungefähr. Ansonsten ist jedoch der Vulkan Dreh- und Anlaufpunkt. Der
Ort Stromboli streckt sich entlang der Nordküste, nach Ginostra, einem kleinen
Dorf an der Westküste, gelangt man nur mit dem Boot. Vom winzigen Hafen (Platz
fόr ein
Schlauchboot) fόhren Treppenstufen hinauf zu ein paar Häusern.
Beschaulich, ruhig, angenehm.
Aus den Tiefen des Thyrrenischen Meeres
ragt die Masse des Stromboli in einer herrlichen Farbenpracht hervor, mit seinen
steilen Abhängen, die sich gegen einen saphirfarbenen Himmel klar anheben.
Auf den östlichen, grünbedeckten Abhängen heben sich saubere, zierliche,
typische weiße Häuschen hervor, die von der Höhe gesehen wie Weiße
Schmetterlinge auf einer smaragdgrünen Wiese aussehen. Einige andere Hauser
sind auf dem Strand verteilt, der schwarz wie Ebenholz ist, oder in der Nähe
von Lavafelsen und bieten daher sonderbare Farbkontraste. Andere Hauser sind
entweder dicht um die Kirche versammelt oder zwischen uralten Ölbäumen
verborgen, andere schließlich klettern an steilen Abhängen empor: Sie sind
meistens zerfallen und boten einst den Einwohnern Zuflucht gegen nächtliche Überfälle
der sarazenischen Seeräuber. Um das Dorf reihen sich lange KaktusfeigenHecken
auf, die sehr oft als Grenze zwischen den Grundstücken dienen. Die wunderlich
auf den terrassenförmigen Abhängen verteilten oder an den Mauern festsitzenden
Kapern prangen mit ihrem schirmartigen grünen Laub und schmücken sich im
Sommer mit auffallenden weißen Blüten.
Die dicht belaubten Ölbäume und die grenzenlos ausgedehnten Weinberge, hier
und da durch Glyzinien, Brombeeren und Ginster unterbrochen, überwuchert von
einem Meer hoher Gräser, und mit tausenden von wilden Blumen durchsetzt, bieten
ein wunderbar buntes Landschaftsbild mit bet„ubenden Düften. Eine
symphonische Note vervollständigt das idyllische Bild. Es ist monotone Summen
der vor lauter Sonne und Duft trunkenen Zikaden. Im Gegensatz zu diesem östlichen
Abhang, der von einer üppigen Vegetation bedeckt, von einem Lichtermeer überschwemmt,
von so viel Lächeln des Meeres und Herrlichkeit des Himmels, steht der nördliche
Abhang: Er ist kahl, rauh, nebelig und oft Zeuge von apokalyptischen Ereignissen.
Gerade in diesen starken Gegensatz besteht die Eigentümlichkeit von Stromboli.
Der gleichnamige Hauptort der Insel Stromboli besteht aus
den Ortsteilen Ficogrande, San Vecenzo, Piscità und San Bartolo. Die Hotel- und
Unterkunftszone liegt getrennt vom eigentlichen Lebensraum der Strombolianer.
Neben den vielen verlassenen, einstürzenden ehemaligen Bauern- und Fischerhäusern
stehen prächtig renovierte Villen, welche zeigen, dass wer sich auf Stromboli
niederlässt, nicht jede Lira umdreht, bevor er sie ausgibt. Das Dorf Stomboli
ist wesentlich kleiner als die Stadt Lipari oder Vulcano. So befinden sich in Küstennähe
auch keine Geschäfte, nur eine Boutique und einen Andenkensladen. Um
Lebensmittel einzukaufen, muss man in den etwas höher gelegenen Ficogrande
steigen.
Ginostra Dorf
An der Südwestseite hält das Schiff in der kleinen Bucht
von Ginostra: Einem Dorf, das nur aus ein paar wenigen Villen besteht. In
Ginostra gibt es einen Lebensmittelladen, eine Siremar Agentur und einfache Übernachtungsmöglichkeiten.
Das Dorf ist über einen Fußweg von Stromboli-Dorf aus erreichbar
Übernachtungsmöglichkeiten Auf Stromboli gibt es keine Campingplätze, Freies Campen ist verboten. Gibt verschiedene Hotels, gibt es auch kleine Siedlungen
von ebenerdigen, Miniappartementen. Im folgenden finden Sie
eine kleine Auswahl von Übernachtungsmöglichkeiten